Südlink - Trassensegmente 55,57 und 58

SuedLink ist die Bezeichnung der 800km langen Hochspannungstrasse, die in einem beschleunigten Verfahren in Deutschland derzeit geplant wird und in den nächsten Jahren gebaut werden soll.

Die Firma Tennet hat am 27. September 2016 die neue Planung für Südlink veröffentlicht. Einer von zwei möglichen Korridoren führt durch Garbsen. Direkt betroffen sind Frielingen, Schloß Ricklingen und Horst. Es handelt sich um die Trassensegmente 55, 57 und 58:

Diese Graphik kann --> hier <-- heruntergeladen werden.

Hier die Angaben der Fa. Tennet dazu:

Da die Trasse bei Garbsen auf kurzer Strrecke die Autobahn 2, die B441, den Mittellandkanal und die Leine queren muss, ist zu befürchten, dass sie dort nicht als Erdkabel verlegt werden kann, sondern auf Strommasten geführt wird. In vorangegangenen Planungen waren für Südlink Strommasten mit einer mittleren Höhe von 65m angenommen worden.

Der Übergang von Erdkabel auf Strommasten erfolgt durch Kabelübergangsanlagen, die die Größe eines Fußballfeldes erreichen.

 


 

Trassenvorschlag aus dem Jahr 2014: ALT_091

Südlink ist die Bezeichnung der 800km langen Hochspannungstrasse, die in ungefährer Verlauf des Trassenkorridors, Stand 2014-12-12einem beschleunigten Verfahren in Deutschland derzeit geplant wird und in den nächsten Jahren gebaut wird. Verschiedene Verläufe werden diskutiert, in der Region Hannover wird seit kurzem der Vorschlag "Alternative 091" bevorzugt, der westlich von Hannover durch Garbsen führt. Der vorgesehene Verlauf führt in Garbsen zwischen Osterwald und Frieligen, zwischen Horst und Meyenfeld über die Garbsener Schweiz. Die Mega-Stromtrasse soll zudem rücksichtslos mitten durch die Hannoversche Moorgeest geführt werden, ein einzigartiges Naturschutzgebiet, das gerade mit EU-Fördermitteln stabilisiert wird. Die Karte rechts zeigt den ungefähren Verlauf, eine genaue Karte ist hier zu finden:

Karte des Trassenverlaufs durch Garbsen auf der Webseite der Stadt Garbsen

Hier eine Karte mit allen Trassenkorridoren und Alternativen:

http://suedlink.tennet.eu/trassenkorridore/ergebnisse-projektdialog.html

Zur Übertragung werden überwiegend Hochspannungsmasten mit einer Höhe von 70m und höher genutzt werden. Eventuell können einzelne Teilabschnitte als Erdleitung in 40m breiten Trassen ausgeführt werden, diese Technologie ist jedoch aufwendig und wenig erprobt; sie wird daher allenfalls punktuell zum Einsatz kommen.

Mögliche und zu erwartende Folgen des Baus dieser Hochspannungstrasse für die Bewohner Garbsens sind beispielsweise:

  • Eingriffe in Landschaftsschutzgebiete und Naturräume
  • Massive Beeinträchtigung von Erholungsräumen
  • Zerstörung des dörflichen Charakters
  • Minderung der Werte von Immobilien
  • Gesundheitliche Beeinträchtigungen


Es stellt sich die Frage, weshalb eine solche großtechnische Einrichtung überhaupt quer durch einen Ballungsraum geführt werden soll, in dem die Bewohner bereits durch zwei Flughäfen, die Autobahn 2 und die Bundesstraße 6 reichlich Belastungen durch die Infrastruktur tragen.

Detailinformationen zum Alternativvorschlag Alt091 sind auf der Internetseite der Stadt Garbsen zu finden:

http://www.garbsen.de - dort gibt es direkt einen Servicelink "Südlink" oder mit der Suchfunktion nach "Südlink" suchen.

Hier stellt die Bundesnetzagentur den aktuellen Stand des Verfahrens dar: →Link

Da es sich um ein beschleunigtes Planungsverfahren handelt, ist es besonders wichtig, dass die betroffenen Bürger schnell

  • Ihre Interessen gemeinsam deutlich vertreten
  • andere Bürger informieren und
  • die Medien mobilisieren!